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Stadtmuseum Brandenburg an der Havel Gemäldesammlung Karl Hagemeister [V00084KaGe] Archiv 2023-09-04 19:41:08 Vergleich

Hagemeister, Karl: Wicken - Winden im Havelschilf, um 1902

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9Der Landschaftsmaler Karl Hagemeister (1848-1913) hat hier unter Zuhilfenahme des Spachtels einen nahsichtigen Blick über Schilf und Blüten auf einen der Havelseen gestaltet. Es ist Sommer, rechts einige Bäume. Das Seeufer der Havel, ab 1907 auch das der Meeresküste, kann als das Lebensthema des Künstlers angesehen werden, der in Werder (Havel) als Sohn eines Obstzüchters geboren wurde und nach Jahren der Ausbildung und Reisen im nahen Ferch, später in Geltow, seit 1884 wieder dauerhaft lebte. 9Der Landschaftsmaler Karl Hagemeister (1848-1913) hat hier unter Zuhilfenahme des Spachtels einen nahsichtigen Blick über Schilf und Blüten auf einen der Havelseen gestaltet. Es ist Sommer, rechts einige Bäume. Das Seeufer der Havel, ab 1907 auch das der Meeresküste, kann als das Lebensthema des Künstlers angesehen werden, der in Werder (Havel) als Sohn eines Obstzüchters geboren wurde und nach Jahren der Ausbildung und Reisen im nahen Ferch, später in Geltow, seit 1884 wieder dauerhaft lebte.
10Wenn auch der serielle Charakter solcher Gemälde unverkennbar ist, steckt in jedem von ihnen die Persönlichkeit des Malers, der über sein Naturverhältnis in seinen Tagebüchern schrieb: "Wenn ich in die Natur hinausgehe, und es sei auch an eine Stelle, die ich ganz genau kenne, so bin ich gar nicht imstande, mich sofort hinzusetzen und zu malen. Ich muß vielmehr längere Zeit still die Umgebung auf mich wirken lassen und mich ganz mit der Stimmung durchsättigen (...). Wenn ich dann den Grundton eingesogen habe, so bringe ich ihn als beherrschenden Farbakkord auf die Leinwand. Und diese Grundierung bleibt die Dominante, auf der das ganze Bild aufgebaut wird. (...) aus diesem großen Stimmungston [entstehen] alle anderen Dinge in ihren besonderen Tönen. Auf diese Art und Weise wurde das Kolorit meiner Bilder organisch und nicht bloß geschmackvoll zusammengestimmt. Bei dieser Darstellungsart blieb ich nun mein Leben lang, ob große oder kleine Bilder entstanden (...)". (zitiert nach Warmt, S. 29) 10Wenn auch der serielle Charakter solcher Gemälde unverkennbar ist, steckt in jedem von ihnen die Persönlichkeit des Malers, der über sein Naturverhältnis in seinen Tagebüchern schreibt: "Wenn ich in die Natur hinausgehe, und es sei auch an eine Stelle, die ich ganz genau kenne, so bin ich gar nicht imstande, mich sofort hinzusetzen und zu malen. Ich muß vielmehr längere Zeit still die Umgebung auf mich wirken lassen und mich ganz mit der Stimmung durchsättigen (...). Wenn ich dann den Grundton eingesogen habe, so bringe ich ihn als beherrschenden Farbakkord auf die Leinwand. Und diese Grundierung bleibt die Dominante, auf der das ganze Bild aufgebaut wird. (...) aus diesem großen Stimmungston [entstehen] alle anderen Dinge in ihren besonderen Tönen. Auf diese Art und Weise wurde das Kolorit meiner Bilder organisch und nicht bloß geschmackvoll zusammengestimmt. Bei dieser Darstellungsart blieb ich nun mein Leben lang, ob große oder kleine Bilder entstanden (...)". (zitiert nach Warmt, S. 29)
11Das Gemälde ist rechts unten signiert "K Hagemeister". Der Zustand der Maloberfläche ist gut. 11Das Gemälde ist rechts unten signiert "K Hagemeister". Der Zustand der Maloberfläche ist gut.
12Auf der Rückseite ist die grundierte Leinwand an zwei Stellen geflickt, darauf ein alter Stempel "Eigentum der Stadt 572". Am Rahmen links oben ein ausgekratztes Klebeetikett (unleserlich), mittig ein neues Klebeetikett mit maschinenschriftlichem "[Stempel Stadt Brandenburg an der Havel] Eigentum der Chur- und Hauptstadt Brandenburg/Havel. / Hagemeister: Winden im Havelschilf / Eingang: 17.4.43 Preis: 4140 RM InvNr. 572 / Kultur- Schulamt". ein weiteres Etikett ist mit brauner Tinte geschrieben: "K. Hagemeister Werder/a.d.H. / Winden / 17". (ib) 12Auf der Rückseite ist die grundierte Leinwand an zwei Stellen geflickt, darauf ein alter Stempel "Eigentum der Stadt 572". Am Rahmen links oben ein ausgekratztes Klebeetikett (unleserlich), mittig ein neues Klebeetikett mit maschinenschriftlichem "[Stempel Stadt Brandenburg an der Havel] Eigentum der Chur- und Hauptstadt Brandenburg/Havel. / Hagemeister: Winden im Havelschilf / Eingang: 17.4.43 Preis: 4140 RM InvNr. 572 / Kultur- Schulamt". ein weiteres Etikett ist mit brauner Tinte geschrieben: "K. Hagemeister Werder/a.d.H. / Winden / 17". (ib)
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52Stand der Information: 2023-09-04 19:41:0852Stand der Information: 2023-10-20 06:54:25
53[CC BY-NC-SA @ Stadtmuseum Brandenburg an der Havel - Frey-Haus](https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/)53[CC BY-NC-SA @ Stadtmuseum Brandenburg an der Havel - Frey-Haus](https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/)
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57- https://brandenburg.museum-digital.de/data/brandenburg/images/1/202309/4/hagemeister-karl-wicken--winden-im-havelschilf-um-1902-4-4803.jpg57- https://brandenburg.museum-digital.de/data/brandenburg/images/1/202309/4/hagemeister-karl-wicken--winden-im-havelschilf-um-1902-4-4803.jpg
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Stadtmuseum Brandenburg an der Havel

Objekt aus: Stadtmuseum Brandenburg an der Havel

Das Stadtmuseum Brandenburg an der Havel geht auf die Sammlung des Historischen Vereins zurück, der 1868 gegründet, diese zunächst im Steintorturm,...

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