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Museum für Stadtgeschichte Templin Schiffer Grunewald

Schiffer Grunewald

Das Dorf Grunewald lebte von der Schifffahrt, obwohl es keine direkte Anbindung an irgendwelche Gewässer hatte. Ursache hierfür war die Nähe zur Stadt Zehdenick. Um Zehdenick gab es zahlreiche Tonstiche und Brennöfen zur Herstellung von Ziegeln, die dann über die Havel vorrangig nach Berlin transportiert wurden.
Zur Pflege des Brauchtums wurde in Grunewald ein Schifferverein gegründet von dem einige Objekte in den 1950er Jahren in das Kreisheimatmuseum gelangten, u.a. das Modell eines Kaffenkahns.
Dieses Modell wurde während des jährlichen Umzugs der Schiffer dem Zug voran getragen. Junge Mädchen des Ortes bestickten Seidenbänder meist mit ihren Namen oder einer Jahreszahl und schmückten damit das Kahnmodell. Damit erwarben die volljährigen Mädchen das Recht, jährlich die Schifferbälle zu besuchen.
Die 88 Bänder wurden 2012 wegen Mottenbefalls vom Kahnmodell entfernt und gesichert. Ursprünglich waren diese einfach mit kleinen Pinnen angenagelt. Das Modell stand lange Jahre ohne UV-Schutz im Templiner Museum. Die ursprünglichen Farben sind nicht mit Sicherheit erkennbar. 22 Bänder wurden restauriert und mittels einer am Kahn neu angebrachten Schleife glatt aufgehängt. Die restlichen Bänder liegen gesichert in zwei Schubkästen und sind durch eine Glasscheibe gesichert.

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