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Dominikanerkloster Prenzlau Küche und Tafel

Küche und Tafel

Hunderte Gefäße belegen ein reichhaltiges Spektrum an Trink-, Schenk- und Kochgeschirr. Zahlreiche Becher, Krüge und Kannen aus importiertem Steinzeug stehen für gehobene Tischkultur. Heimische Irdenware fand hingegen auch als Kochgeschirr Verwendung. Seltener in der Überlieferung, aber seinerzeit in weit größerer Zahl vorhanden waren Schalen und Becher aus Holz. Metallkessel hingen als beständige Kochgefäße über dem Feuer.

Objekte: Tongefäße, Grapen, Zapfhahn, Zinnkanne

[ 30 Objects ]

Zweihenkelkruke

Zweihenklige Kruke mit Wellenfuß. Der graue Scherben ist mit hellbrauner bis brauner Glasur überzogen.

Zweihenkelkruke

Krug

Krug aus grauem Steinzeug mit stumpfer Oberfläche. Der Umbruch des kugeligen Gefäßkörpers ist durch eine Leiste betont. Der weite, leicht konische Hals ist gerieft, der Henkel unterrandständig angesetzt. Der ausgestellte Wellenboden wurde nachlässig gearbeitet.

Krug

Henkelgrapen

Dieser Grapen (Dreibeingefäß) mit Henkel aus Harter Grauware hat nur kurze Beine. Er wurde zur Hälfte ergänzt.

Henkelgrapen

Krug

Kleiner bauchiger Krug mit weitem, zylindrischem Hals und schwach ausgeprägtem Wellenfuß. Graues Steinzeug mit transparenter bis brauner Anflugglasur.

Krug

Kanne

Weitmundige Kanne aus grauer Irdenware mit Ausgusstülle, unterrandständigem Henkel und abgesetztem Fuß. Rollrädchenzier ist auf Rand und Schulter angebracht, auf der Schulter außerdem umlaufend Fingerdellen. Der Bauch ist gerieft.

Kanne

Miniaturgefäß

Miniaturhenkelkrüge aus Steinzeug und Faststeinzeug, ein helles, gelb glasiertes Gefäß aus Irdenware von schlanker Form mit stark ausgebogenem Rand.

Miniaturgefäß

Messingkessel

Dieser steilwandige Messingkessel ist mit 31,5 cm Durchmesser der größte von insgesamt zehn Kesseln, die bei den Untersuchungen des ehemaligen Klostergeländes zutage traten. Der fast rechtwinklig umgelegte Rand läuft im Bereich des Henkels zu zwei kleinen hochgebogenen Laschen aus. Wie die zwei kleinen, nachträglich angenieteten Henkel dienten sie der Aufhängung des Bügels. Davon, dass der Kessel lange in Benutzung war, zeugen fünf Stellen, an denen der Kessel sorgfältig geflickt wurde. Am Umbruch zum Kesselboden befinden sich über zwanzig Einstiche.

Messingkessel

Krug

Bauchiger Krug mit zylindrischem Hals, unterrandständigem Henkel und starkem Wellenfuß. Es handelt sich um Steinzeug Siegburger Art mit wenig Anflugglasur.

Krug

Terrine

Terrine mit kurzem, steilem Hals und randständigem Henkel, leichter Fehlbrand, helles Steinzeug mit schwacher Anflugglasur.

Terrine

Henkelkrug

Gefäß mit kugeligem Bauch, kurzem, steilen Hals und nachlässig gearbeitetem Wellenfuß. Braun engobierte helle Irdenware oder Faststeinzeug.

Henkelkrug

Stielgrapen

Grapen (Dreibeingefäß) aus Harter Grauware mit Stielgriff, dekoriert durch eine plastische Leiste auf der Schulter, ein Bein fehlt.

Stielgrapen

Daubenschale

Fünf trapezförmige dünne Holzplättchen (Dauben) und ein Teil des Bodens sind von dieser Daubenschale erhalten geblieben. In die auf der Innenseite befindliche Rille (Kimme) wurde der Boden eingefügt. Den Zusammenhalt des Gefäßes sicherten Weidenruten auf der Außenseite. Diese Art von Holzgefäßen war im Mittelalter weit verbreitet.

Daubenschale

Krug, Steinzeug

Bauchiger Krug mit zylindrischem Hals, unterrandständigem Henkel und schwachem Wellenfuß. Der Umbruch ist durch eine Leiste betont. Das Gefäß ist aus grauem Steinzeug gefertigt und weist matte bis glänzend braune Anflugglasur auf.

Krug, Steinzeug

Henkelkrug

Bauchiger Krug mit hohem gewelltem Fuß und zylindrischem Hals. Hellgraues Steinzeug mit brauner Anflugglasur.

Henkelkrug

Miniaturgefäß

Miniaturkanne mit S-förmigem Profil und abgesetztem Boden. Der Henkel ist nicht erhalten. Die helle Irdenware ist mit lüstrierender, dunkelbrauner, teilweise grünbrauner Glasur überzogen.

Miniaturgefäß

Destilliergefäß

Trichterförmige Destillierglocke, Harte Grauware, eine Öffnung oben und eine Öffnung an der Seite.

Destilliergefäß

Miniaturgefäß

Schlankes Töpfchen aus rotbrauner Irdenware, vollständig mit weißer Engobe überzogen, gänzlich gerieft.

Miniaturgefäß

Zinnkanne, "Hansekanne"

Zu den Funden spätmittelalterlichen repräsentativen Tafelgeschirrs aus Seehausen zählt diese aus Zinn gefertigte sogenannte "Hansekanne". Die kleine bauchige Kanne verfügt über einen stabilen und weit ausladenden Fuß. Bis auf das kleine Loch im Bauch ist die Kanne sehr gut erhalten, auch der Klappdeckel ist noch vorhanden und funktionstüchtig. An dem Loch am oberen Rand der Kanne war ursprünglich wohl ein Trinkröhrchen angesetzt. Den geschwungenen Henkel ziert ein aus Weinlaubranken aufgebautes Relief. Am Boden, auf der Innenseite des Gefäßes, befindet sich ein Reliefmedaillon. Auf ihm ist das Gotteslamm mit Kreuzfahne dargestellt. Diese Medaillons sind oftmals Kopien von Pilgerzeichen, welche dort als Nacharbeit angebracht wurden, um die Stelle des Gefäßes zu verschließen, die beim Abdrehen des gegossenen Kannenkörpers auf der Drehbank auf der Spindel aufgesteckt war.

Zinnkanne, "Hansekanne"

Zapfhahn

Dieser Hahn ist der Griff einer Flüssigkeitsleitung, die beispielsweise an einem Fass oder Wasserleitungssystem befestigt gewesen sein könnte. Wie auch mit dem heutigen Zapfhahn konnte man damit Getränke aus einem Fass ausschenken.

Zapfhahn

Miniaturgefäß

Bauchiges Kännchen mit abgesetztem Fuß aus helltoniger Irdenware mit flüchtig aufgetragenen rotbraunen Strichgruppen (Pingsdorfer Art).

Miniaturgefäß

Zweihenkelkruke

Zweihenklige Kruke mit schwach gekniffeltem Boden. Der graue Scherben ist mit brauner Engobe überzogen. Drei Dellen im Körper sind vor oder während des Brandes entstanden.

Zweihenkelkruke

Holzteller/-schale und Schöpflöffel

Der Teller, aus dem einst Suppen und Breie gelöffelt wurden, wurde aus einem Stück Holz angefertigt. Eine Hälfte des Randes ist nicht mehr erhalten. Auf der Unterseite ist eine rundliche Markierung eingeritzt, durch deren Mitte eine senkrechte Linie geht. Dabei könnte es sich um die gotischen Buchstaben "C" oder "F" handeln oder auch das Zeichen für einen Fisch darstellen. Unter den in Seehausen geborgenen Objekten des alltäglichen Gebrauchs befinden sich viele weitere, die mit Eigentumsmarkierungen versehen sind. Der nur teilweise erhaltene Löffel wurde ebenfalls aus einem Stück Holz angefertigt. Sein kurzer Stiel ist schräg aus der Laffe herausgearbeitet worden.

Holzteller/-schale und Schöpflöffel

Henkeltopf

Schlichter Topf mit randständigem Henkel aus roter Irdenware (orange). Das Unterteil ist gerieft.

Henkeltopf

Krug

Bauchiger Krug mit hohem, zylindrischem Hals, unterrandständigem Henkel und starkem Wellenfuß. Das graue Steinzeug weist wenig Anflugglasur auf.

Krug