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Filmmuseum Potsdam Filme Amateurfilmclub des Ministeriums für Verkehrswesen Berlin

Collection: Filme Amateurfilmclub des Ministeriums für Verkehrswesen Berlin ( Filmmuseum Potsdam )

About the collection

Die Filmarbeit des Amateurfilmclubs des Ministeriums für Verkehrswesen Berlin (AFC/MfV) begann 1973. Als Räumlichkeiten standen dem Amateurfilmclub, der für einzelne Projekte bis auf 5 Personen anwuchs, eine 8 qm Dachkammer im Gebäude des Verkehrsministeriums der DDR in der Krausenstraße 17-20 in Berlin zur Verfügung.
Da das Studio beim Freien Deutschen Gewerkschaftsbund (FDGB) angesiedelt war, erhielt das Studio von der Betriebsgewerkschaftsleitung (BGL) pro Jahr ca. 200 Mark Unterstützung, die für Materialeinkäufe genutzt wurden.
Das Studio besaß neben Normal 8- und Super 8-Kameratechnik auch Zweibandgeräte für die Arbeit mit Ton. Ab 1985 verfügten die Amateure für Vorführungen auch über einen 8mm Eumig-Projektor mit Magnettonwiedergabe von Randspuren.
Bis 1989 entstanden 26 Filme auf Normal 8 und (überwiegend) auf Super 8. Eine 16mm-Produktion besaß der Amateurfilmclub nicht.
Der thematische Schwerpunkt der Filme lag auf Satire, Humor, Witzfilmen, Film-Gags und nicht auf „Verkehrsfilmen“. Einzige Ausnahme bilden hier die Filme "150 Jahre Eisenbahn" (1985), der sich mit der Geschichte der Eisenbahn befasst, und „Eine Nacht mit 99“ (um 1989), über die Harzquerbahn.
Aufgrund ihrer thematischen Ausrichtungen wurden die Filme hauptsächlich bei Satirefestivals („Eulenspiegeleien“, HAF Tanvald, Kurzer Achter) eingereicht. Der Film „Eine Nacht mit 99“ lief darüber hinaus beim UNICA-Wettbewerb 1989 in Baden-Baden.
Neben den Festivals wurden die Filme vorrangig in einem nicht-öffentlichen Rahmen im Ministerium bei der sogenannten „Tele-Lotto-Show", einer Veranstaltung die aus Live-Sketchen (Kabarettnummern) und Filmvorführungen bestand, vorgeführt. Ausnahmen bildet hier die kleinen Touren des Amateurfilmclubs, bei denen die Filme bei Sportvereinen außerhalb des Ministeriums vorgeführt wurden.
Erster Studioleiter war Lothar Mitscherling (SED), der 1978 die Leitung an Gunter Müller (parteilos) übergab und von dem der Filmbestand übernommen wurde.
Die Filme des Amateurfilmclubs des Ministeriums für Verkehrswesen Berlin sind im Filmmuseum Potsdam überliefert. Teile des Bestandes wurden Ende 2015 im Rahmen des vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg geförderten Projektes "Regionale Bilder auf Filmen (1950-1990)" erschlossen und digitalisiert.

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