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Filmmuseum Potsdam Filme Amateurfilmzirkel Perleberg / Mellen

Collection: Filme Amateurfilmzirkel Perleberg / Mellen ( Filmmuseum Potsdam )

About the collection

Die Amateurfilmarbeit des Studios begann 1962 in Mellen (im heutigen Landkreis Prignitz in Brandenburg) durch den Landfilmvorführer Horst Katzke (1935-2014), der das später im Kulturhaus der Stadt Perleberg ansässige Studio bis 1990 leitete.
Der bei der Gemeinde angesiedelte und von der dortigen FDJ-Kreisleitung unterstützte Amateurfilmzirkel (auch bekannt als AFZ Mellen 62), startete seine Tätigkeit mit einer geliehenen AK 8-Kamera sowie einem Projektor. Später erweiterte der Zirkel seine Technik um AK 16-Kameras.
Die Gruppe und seine 8 bis 9 Mitglieder beteiligten sich bereits früh an Wettbewerben. Darunter auch mit dem Erstlingswerk "An einem Sonntag" (1964), das auf dem DDR-Amateurfilmwettbewerb in Markleeberg bei Leipzig und in der DFF-Sendung "Greif zur Kamera Kumpel" lief.
Da sich aufgrund des Weggangs von Leiter Horst Katzke im Jahr 1966, er wechselte ins Kulturhaus nach Perleberg, kein Nachfolger fand, löste sich das Amateurfilmstudio in Mellen auf und setzte seine Arbeit als Amateurfilmzirkel Perleberg dort fort.
Auf Anregung des Freien Deutschen Gewerkschaftsbunds (FDGB) begannen die Amateure ab 1968 zu einem großen Teil mit der Produktion von Arbeitsschutzfilmen nach "vorgegebenen" Themen, wie z.B. im Nähmaschinenwerk Wittenberge. Ebenso griffen diese Filme Motive wie z.B. mangelhafte Traktoren- und LKW-Anhänger in "Hängergeschichten" (1972) auf. Des Weiteren behandelten die Filme Geschehnisse und Geschichten in und um die Stadt Perleberg, wie zum Beispiel den effektiven Einsatz von Agrarmaschinen im Betrieb der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften in der Kleinstadt Berge ("Begegnungen", 1971) oder das "Generationsproblem" im kleinen Dorf Boberow ("... und abends im Klub", 1974).
Während sich die Projektion der Filme in der Zeit in Mellen noch auf Aufführungen bei den Gemeinde- bzw. FDJ-Abenden in der Dorfgaststätte beschränkten, wurden die im Rahmen des FDGB gedrehten Produktionen in der ganzen DDR gezeigt.
Das letzte größere Vorhaben des Studios war 1989 die Dokumentation der 750 Jahr-Feier der Stadt Perleberg.
Der Filmbestand des Amateurfilmzirkels Perleberg / Mellen ist im Stadtarchiv Perleberg überliefert. Teile wurden Ende 2014 im Rahmen des vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg geförderten Projektes "Regionale Bilder auf Filmen (1950-1990)" erschlossen und digitalisiert.

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