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SERO

Die Abkürzung "SERO" stand in der DDR für das ’’VEB Kombinat Sekundär-Rohstofferfassung’’, das Sekundärrohstoff-Annahmestellen und deren Weiterverteilung betrieb. Hier wurden ’’Sekundärrohstoffe’’ (wiederverwertbare Wertstoffe, umgangssprachlich ’’Altstoffe’’) aufgekauft und einer weiteren Verwendung zugeführt. Im Vergleich zum Erfassungssystem für wiederverwertbare Wertstoffe in der alten Bundesrepublik erreichte das SERO-System einen wesentlich höheren Rückführungsgrad in den Wirtschaftskreislauf für diese Stoffe. Im allgemeinen Sprachgebrauch war mit SERO meist das System der Aufkaufstellen gemeint, das in der DDR ein dichtes Netz betrieb, um den oft unmotorisierten Kunden weite Wege zu ersparen. Die Aufkaufstellen wurden oft von privaten Kleinunternehmern betrieben, die relativ gut daran verdienten. Die SERO-Annahmestellen arbeiteten unter einem einheitlichen SERO-Logo, das Maskottchen war der rosafarbene Elefant ’’Emmy’’. Vorläufer war das Rumpelmännchen, welches in den Anfangsjahren der DDR als Aushängeschild der Altstoffsammelstellen diente. Aufgekauft wurden unter anderem Flaschen, Gläser, Altpapier und Schrott. Haushalte warfen ihre noch verwertbaren Rohstoffe meist nicht weg, sondern brachten sie zur nächsten SERO-Annahmestelle oder überließen sie sammelnden Kindern, die sich so ein Taschengeld verdienten. Auch die Pionierorganisation Ernst Thälmann organisierte große Altstoffsammlungen, um Geld für Hilfsaktionen zu erhalten. Zum wöchentlichen Pioniernachmittag war es eine verbreitete Aktivität, zur Altstoffsammlung auszurücken – falls vorhanden mit Handwagen. Es wurde dann von Tür zu Tür gezogen und geklingelt. - (Wikipedia 10.07.2017)

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