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Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg Glas [DLn E.St. 99/22]

Deckelpokal mit zwei Doppelbildnissen der Hohenzollern

Deckelpokal mit zwei Doppelbildnissen der Hohenzollern, Erh. St. 99_22. (Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg / Lindner, Daniel (CC BY-NC-SA)

Description

Pokal mit zugehörigem Deckel aus besonders reinem, farblosem Glas, leicht ansteigender Fuß mit Strahlenfacettenkranz aus geschliffenen Rillen, der Schaftansatz aus Nodus und gekehltem Übergang zum massiven Kugelbaluster mit sieben konzentrisch eingestochenen Luftblasen ist facettiert, der Übergang zur becherförmigen Kuppa gekehlt und poliert. Am Kuppaansatz wiederholt sich der radiale Strahlenfacettendekor vom Fuß, auf der Wandung gegenübergestellt je ein mattgeschnittenes, einander zugewandtes Doppelprofilbildnis in bekrönter Rollwerkkartusche. Dargestellt sind Friedrich Wilhelm I. mit Sophie Dorothea sowie Kronprinz Friedrich und seine Gemahlin Elisabeth Christine. Den Herren zur Seite sind Standarten und anderes Kriegsgerät, zur Seite der Damen jeweils ein Füllhorn mit Früchten und Blatt, bzw. Blütenzweigen. Der Mündungsrand des Pokals ist mit einem Perlfries dekoriert, ebenso der Rand es gewölbten Deckels. Auf dem Deckel mit seinem hohen und massiven Knaufaufbau wiederholt sich der Dekor von Fuß und Schaft.
Der Pokal dürfte anlässlich der Hochzeit des Kronprinzenpaares 1733 in Auftrag gegeben worden sein. Einige wenige ähnliche Exemplare untermauern diese Vermutung (vgl. Hertel, Potsdamer Gläser, 2018, S. 23, Abb. 2a-d; Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 31.2; Schmidt, Das Glas, 1912, Abb. 189, S. 320). Es handelt sich um eines der frühesten brandenburgischen Gläser mit Strahlenfacettendekor, der kennzeichnend für die Zechliner Hütte wurde, seit 1737 Standort der königlich preußischen Glasmanufaktur. Der Deckelpokal gelangte 1999 durch Ankauf im Kunsthandel in den Bestand. [Verena Wasmuth]

Material/Technique

Glas, farblos, in Hilfsmodel geblasen, geformt, geschnitten, geschliffen

Measurements

Hauptmaß: Höhe, mit Deckel: 39.00 cm Höhe, ohne Deckel: 25.00 cm Durchmesser, mit Deckel: 13.00 cm Durchmesser, ohne Deckel: 10.50 cm

Created ...
... Who:
... When
... Where

Der Rohling stammt aus Potsdam, die Veredelung könnte in einer dortigen oder einer Berliner Glasschneiderwerkstatt erfolgt sein.

Relation to people

Literature

Keywords

Object from: Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

Die Hohenzollern ließen ab dem 17. Jahrhundert neben ihrer Hauptresidenz in Berlin verschiedene Schloss- und Gartenanlagen in der Havellandschaft ...

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