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Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg Glas [DLn E.St. 99/21]

Pokal auf Friedrich I. mit dem Kleinod des Schwarzen Adlerordens

Pokal auf Friedrich I. mit dem Kleinod des Schwarzen Adlerordens, Erh. St. 99_21. (Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg / Lindner, Daniel (CC BY-NC-SA)

Description

Pokal aus farblosem Glas, leicht ansteigender Fuß mit tiefgeschliffener Kehlung im mittleren Bereich, daran beidseitige Borte aus geschliffenen Rundbögen. Der Schaft ist aus einem Doppelbaluster zwischen kräftigen Ringscheiben aufgebaut, die Baluster mit mattiertem und versenktem Spitzblattfries. Am Ansatz der becherförmigen Kuppa wiederholt sich der Dekor des Fußes. Auf der Wandung das fein mit Blattwerk geschnittene Ligaturmonogramm "FR" (Fridericus Rex), für König Friedrich I., unter einer detailreichen Bügelkrone, darüber die Inschrift "Es lebe das gantze Königliche Hauss". Auf der gegenüberliegenden Seite ist das Kleinod des Schwarzen Adlerordens in Mattschnitt dargestellt, ein Malteserkreuz mit gekrönten Adlern in den Kreuzwinkeln, mittig das Monogramm des Stifters "FR". Der Mündungsrand ist wiederum mit der Borte aus Kehl- und Rundbogenschliff verziert.
Der Pokal könnte sowohl im Zusammenhang mit den Krönungsfeierlichkeiten in Königsberg am 17. und 18. Januar 1701 als auch in späteren Jahren der Regentschaft Friedrichs I. hergestellt worden sein. Der erste König in Preußen ließ zahlreiche repräsentative Gläser auf seine Königswürde anfertigen. Sie tragen häufig sein neues Monogramm (Bsp. SPSG, Inv. Nr. XIII 13; Götzmann/Kaiser, Gläserne Welten, Kat. 45, 49; Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Abb. 30, S. 83). Der Doppelbalusterschaft ist ein charakteristisches Merkmal der Potsdamer Gläser um 1710. An diesem Pokal fällt insbesondere der meisterhaft ausgeführte Schnitt auf, der für einen namhaften Glasschneider spricht. Ungewöhnlich der Dekor aus geschliffener Kehle mit Rundbögen. Ein vermutlich ehemals zugehöriger Deckel fehlt. Das Glas wurde von privat angekauft. [Verena Wasmuth]

Material/Technique

Glas, farblos, in Hilfsmodel geblasen, geformt, geschnitten, geschliffen

Measurements

Hauptmaß: Höhe: 25.80 cm Durchmesser (oben): 11.50 cm

Created ...
... Who:
... When
... Where

Der Rohling stammt aus Potsdam, die Veredelung könnte in einer dortigen oder einer Berliner Glasschneiderwerkstatt erfolgt sein.

Keywords

Object from: Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

Die Hohenzollern ließen ab dem 17. Jahrhundert neben ihrer Hauptresidenz in Berlin verschiedene Schloss- und Gartenanlagen in der Havellandschaft ...

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