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Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg Glas [XIII 726]

Becher mit Darstellung Friedrich Wilhelms I.

Becher mit Darstellung Friedrich Wilhelms I., XIII 726. (Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg / Lindner, Daniel (CC BY-NC-SA)

Description

Konischer Becher aus farblosem, dickwandigem Glas mit wabenfacettiertem Standring, darüber ein feingeschliffener Rundbogenfries und ein vertiefter Horizontalriefen, Bodenkugel. Die Wandung ist mit dem mattgeschnittenen Dreiviertelporträt des Soldatenkönigs Friedrich Wilhelm I. dekoriert. Er trägt die Uniform des Garderegiments über dem Kürass und stützt sich mit der Rechten auf den Regimentsstab. Die Linke liegt auf dem Degen. Das mittlere Feld des Schwarzen Adlerordens auf seiner Brust ist als Verkleinerungslinse geschliffen; in Durchsicht ist der bekrönte Preußische Adler mit Blitzbündel zu sehen, der auf der gegenüberliegenden Seite dargestellt ist. Auf Kopfhöhe verläuft die Umschrift "Fridericus Wilhelmus Rex Porussiae". Der Mündungsrand ist mit einem Kranz aus geblänkten Kugeln verziert.
Als Vorlage dürfte eine Graphik von Johann Georg Wolffgang (1662–1744) aus dem Jahr 1732 gedient haben, die auf ein Porträt Antoine Pesnes zurückgeht (vgl. Berckenhagen et al.: Antoine Pesne, Berlin 1958, S. 136, Nr. 122d). Die raffinierte optische Verbindung des Souveräns mit dem gegenübergestellten Adler spricht für einen Glasschneider von herausragendem Niveau. Die Darstellung en face als Dreiviertelporträt ist sehr selten auf brandenburgischen Gläsern. Die Form des Bechers mit facettiertem Standring hingegen war in der Regierungszeit Friedrich Wilhelms äußerst beliebt und ist mit in Medaillons gefassten Profilbildnissen des Herrscherpaares mehrfach überliefert, selten ist die Darstellung märkischer Adliger (vgl. Klesse, Glassammlung Helfried Krug, 1965, Kat. 265; Dominikanerkloster Prenzlau, Inv. Nr. V/3231ab/B). Bei diesem Becher dürfte sich um ein Erzeugnis der Potsdamer Hofglashütte um 1735 handeln. Das Glas wurde 1971 im englischen Kunsthandel angekauft. [Verena Wasmuth]

Material/Technique

Glas, farblos, formgeblasen, Standring angesetzt, geschliffen, geschnitten

Measurements

Hauptmaß: Höhe: 11.00 cm Durchmesser: 9.00 cm

Created ...
... Who:
... When
... Where

Das Glas stammt aus Potsdam, der Schnitt entweder ebenfalls dorther oder aus Berlin.

Relation to people

Keywords

Object from: Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

Die Hohenzollern ließen ab dem 17. Jahrhundert neben ihrer Hauptresidenz in Berlin verschiedene Schloss- und Gartenanlagen in der Havellandschaft ...

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